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HM goes West!

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Die "Oskars" warten auf PreisträgerInnen. Bei der Oskar-von-Miller-Feier prämiert die HM herausragende Leistungen (Foto: Maximilian Bridts)

[21|10|2019]

Die Hochschule München verleiht auf der Oskar-von-Miller-Feier zum fünften Mal "Oskars" für Bestleistungen

 

Bonanza einmal anders. Im Serienintro erscheinen: Sven Cartwright, Lord Castlepool und Tina Adamia Kaufwright. Die Besucherinnen und Besucher der fünften Oskar-von-Miller-Feier der Hochschule München finden sich bei der Vergabe von sechs Oskars in den Kategorien Studienabschlüsse, Lehre, Forschung und Praxispartner im wilden Westen wieder.

 

Prof. Dr. Martin Leitner, Präsident der Hochschule München, begrüßt die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Hochschule. Der passionierte Western-Fan sieht zunächst keine Gemeinsamkeiten zwischen Westernmotiven und der Arbeit an der HM: "Können unsere Studierenden beim Wort Abenteuer wirklich an eine Lehrveranstaltung denken? Glauben Sie das? Ich glaube das nicht." Doch in einer Tätigkeit an der HM sieht Leitner das archetypische Moment von realem Abenteuer, Spannung und Risiko verwirklicht: "Und dieses Abenteuer heißt: Gründen. Ein Unternehmen gründen, aus eigener Kraft und mit eigenen Ideen. Das passt zu uns. Das geht – gerade mit der Hochschule München – bestens zusammen". Auch Wissenschaftsminister Sibler streicht in seiner Videobotschaft den "Blick nach Außen" der HM heraus.

 

Der Oskar "Qualität in der Lehre"

Prof. Dr. Klaus Kreulich, Vizepräsident für Lehre, verleiht den Oskar "Qualität in der Lehre". Dieser würdige nicht nur neue technische Lehrmethoden, sondern auch erfolgreiche Konzepte, die mit ganz klassischem Vorgehen arbeiteten. Constantin Pittruff, stellvertretender Senatsvorsitzender der Hochschule München und Studierendenvertreter, stellt die sechs, von den Studierenden vorgeschlagenen, Nominierten vor.

 

Der Lehr-Oskar geht an Prof. Dr. Guido Stehr, Professor an der Fakultät für Elektrotechnik. Stehr ebnet vor allem Erstsemesterstudierenden den Einstieg in das abstrakte Feld der Elektrotechnik. Seine Rolle als Lehrender und Begleiter beim fachlichen wie persönlichen Weg in den Beruf präsentiert er auf einem Lightboard in einem Video. Klare, strukturierte Präsentationen des Stoffs und eine wertschätzende Haltung gegenüber den Studierenden, sein Geheimrezept in der Lehre.

 

Zwei Oskars für Exzellente Studienabschlüsse

Prof. Dr. Roland Vogt, Vorstandsvorsitzender der Freunde der Hochschule München e. V., prämiert zwei Studienarbeiten mit Oskars. In der Kategorie Bachelor kann sich Jonas Voit über einen Oskar freuen. Er entwickelt in seiner Bachelorarbeit im Fach Geoinformation für die Stadt Bad Berneck im Fichtelgebirge eine Web-Anwendung. Diese ermöglicht es, sich nach eigenen Vorlieben kostenfrei interaktive Wander- und Radkarten aus Open-Source-Material zusammenzustellen. Seine Software kann für alle Gebiete der Welt genutzt werden, für die frei zugängliches Kartenmaterial existiert.

 

Den Oskar in der Kategorie Master erhält Adina Grimmert, Absolventin der Fakultät für Maschinenbau. Sie erforscht, wie lärmstarker Schienenverkehr für die Anwohner effektiver und schneller zum Flüstern gebracht werden kann. Anstelle eines aufwändigen Messzuges, der die Lautstärke des Rollgeräusches per Mikrophon misst, könnten Sensoren an jedem Zug aus dem Beschleunigungssignal der Achse die Schienen auf allen Strecken auf ihre Rauheit messen. Akustisches Abschleifen würde umgehend den Lärm beheben.

 

Ein Oskar für "Exzellente Promotion"

Prof. Dr. Sonja Munz, Vizepräsidentin für Forschung, vergibt den dritten Oskar für exzellente Studienabschlüsse. Gewinner in der Kategorie "Exzellente Promotion" ist Dr. des. Stephan Rapp. Er entwickelte das weltweit einzige sogenannte "Pump-Probe-Ellipsometer". Im Laserlabor seines Doktorvaters Prof. Dr. Heinz P. Huber, Leiter des Laserlabors, forschte Rapp zur Wirkung von Ultrakurzlaserpulsen auf Metall.

 

Wie Laser am effektivsten für die Produktion beispielsweise von Stents in der Medizin oder Einspritzdüsen in der Autoindustrie einzusetzen sind, konnte er mit seiner Apparatur sicht- und verstehbar machen. Die Promotion entstand in Kooperation mit der FAU Erlangen.

 

Prof. Dr. Heinz P. Huber nimmt den Preis für seinen Doktoranden in Empfang. Rapp kann an diesem Abend nicht anwesend sein und bedankt sich in einer Videobotschaft für den Oskar.

 

Ein Oskar für "Angewandte Forschung und Entwicklung"

Der in diesem Jahr für "Internationalität in der Forschung" ausgelobte Preis geht an Prof. Dr. Natalie Eßig von der Fakultät für Architektur. Die Vizepräsidentin übergibt den Preis an Eßig bzw. die "nachhaltige Natalie", ihr Spitzname, wie die Professorin erzählte. Seit vielen Jahren forscht Eßig zum Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen in internationalen Forschungsprojekten. Den roten Faden bei Diskussionen immer weiter zu führen, für sie eine Voraussetzung für gelingende internationale Forschung.

 

Ein Oskar "Partner der Praxis"

Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident für Wirtschaft, verleiht den Oskar "Partner der Praxis" in der Kategorie "Zusammenarbeit mit einem internationalen Unternehmen". Das Verhältnis der HM zu ihren Praxispartnern gleiche einer Schlüsselszene in Winnetou: "Als Winnetou und Old Shatterhand Blutsbruderschaft schließen. Damit besiegeln sie eine sehr intensive Form der Partnerschaft", sagt Stumpp.

Preisträger MAN Truck & Bus SE zeichne sich in der Zusammenarbeit mit der HM in Lehre, Forschung, Transfer sowie Engagement für Bildung durch besondere Leistungen aus. Stellvertretend für die zahlreichen Kooperationspartner innerhalb des Unternehmens beglückwünscht Stumpp Dr. Carsten Intra, Personalvorstand von MAN Truck & Bus SE.

 

Seinen Abschluss findet die Oskar-von-Miller-Feier beim Umtrunk im Foyer. Dort sind auch die Protagonisten des Filmintros wieder zu treffen: Christina Kaufmann, Leiterin der Hochschulkommunikation, und Dr. Sven Winterhalder, Leiter der Hochschulentwicklung, die durch das Programm geführt haben.

 

 

Christiane Taddigs-Hirsch

 

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